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Die nebel von Avalon Film

Die Nebel von Avalon ist ein 2001 erschienener, zweiteiliger Fernsehfilm vom Regisseur Uli Edel. Er basiert lose auf dem gleichnamigen Roman von Marion Zimmer Bradley.

Handlung Bearbeiten

Zu Beginn des Films steht die erwachsene Morgaine in einem Boot auf einem vernebelten See und erzählt von ihrem Leben.

Während des Kriegs gegen die Angelsachsen leben Morgaine, ihre Mutter Igraine und ihre Tante Morgause auf der Burg ihres Vaters Gorlois. Gorlois ist wegen des Kriegs nur selten daheim. Die drei Frauen verehren die alte Religion und die Große Mutter, verheimlichen dies aber vor den sie verachtenden Christen. Igraine und Morgause stammen von der Insel Avalon. Igraine kann die Zukunft vorhersehen und sieht die Ankunft von Merlin und ihrer älteren Schwester Viviane, der Herrin vom See. Beide erscheinen in der Burg und Viviane berichtet Igraine, dass sie einen Sohn bekommen wird, den großen Anführer der Briten, doch nicht von ihrem Mann. Igraine sträubt sich und die unverheiratete Morgause (die die Gaben von Avalon nur schwach besitzt) bietet sich an, das Kind zu gebären. Viviane lehnt das ab. Morgaine hat eine Vision von einem sterbenden Mann und Viviane sagt, sie müsse bald nach Avalon gebracht werden.

Igraine reist mit Gorlois nach Londinium, wo der Großkönig Ambrosius seine Nachfolge regeln will. Sie lernt Uther kennen und beide verlieben sich, doch Igraine hat Angst, als sie eine Tätowierung erkennt, die Viviane ihr vorausgesagt hat. Uther erklärt Igraine, er wäre überzeugt, dass sie sich aus einem früheren Leben kennen, da er auch ein Anhänger der Göttin ist.

Uther wird der neue Großkönig und Gorlois will ihn aus Neid und Eifersucht im Hinterhalt ermorden. Viviane nimmt jedoch telepathischen Kontakt mit Igraine auf und sorgt dafür, dass diese Uther warnt. Igraine gehorcht widerwillig, da sie weiß, dass Uther keine Wahl hat, als Gorlois im Kampf zu töten, womit sich Morgaines Vision bewahrheitet. Igraine geht es nach ihrer Warnung sehr schlecht und Morgaine will Kräuter sammeln, um ihr zu helfen, wird jedoch von den Soldaten ergriffen. Merlin erscheint mit Gorlois, der befielt, seine Tochter loszulassen. Morgaine läuft zu ihm, sieht jedoch die Tätowierung und erkennt, dass es nicht ihr Vater ist, sondern der von Merlin verzauberte Uther. Uther geht zu Igraine und Morgaine wartet bei Morgause. Als Morgause fragt, warum sie so traurig ist, erklärt Morgaine, dass sie auf ihren Vater wartet. Kurz danach erscheinen dessen Männer mit seiner Leiche und Gorlois Anhäger schwören Uther die Treue.

Uther und Igraine heiraten, und Morgause und Morgaine ziehen mit ihnen nach Camelot, wo Artus geboren wird. Da Uther die Angelsachsen aus dem Land vertrieben hat, können die Geschwister mehrere glückliche Jahre miteinander verbringen und entwickeln eine innige Liebe zueinander. Doch Viviane erscheint schließlich und will Mograine und Artus ihrer Bestimmung entsprechend ausbilden lassen. In Avalon lernt Morgaine, sich ganz ihren Pflichten als Priesterin zu widmen. Erwachsen geworden darf sie zum ersten Mal die Nebel von Avalon teilen, die die Insel von der Wirklichen Welt trennen und erhält das Zeichen der Priesterin auf der Stirn.

Nach mehreren Jahren soll Morgaine Lancelot nach Avalon holen, Vivianes Sohn, der sich von der Insel lösen will. Er und Morgaine werden zum Steinkreis geschickt, wo er sich der Macht der Großen Mutter wieder bewusst werden soll. Zufällig kommen einige Frauen aus Glastonbury vorbei, unter ihnen auch Gwenhwyfar, die den Steinkreis durch den Nebel spüren kann. Morgaine hat sich in Lancelot verliebt und als er sie bittet, die Nebel zu senken, tut sie es. Er und Gwenhwyfar verlieben sich und er will ihr Avalon zeigen, doch Morgaine lässt aus Eifersucht die Nebel wieder sinken. Lancelot nimmt ihr das übel, verlässt Avalon endgültig und geht nach Camelot.

Bei den Ernte- und Fruchtbarkeitsriten wird Mograine als "jungfräuliche Jägerin" erwählt und von einem maskierten Mann entjungfert. Beide wissen nicht, wer der andere ist und erkennen sich auch nicht. Doch der Mann, bei dem es sich um Artus handelt, will sie wiedersehen und bittet Merlin darum, zu erfahren, wer sie ist. Doch Merlin verweigert ihm die Information.

Bei einem erneuten Angriff der Angelsachsen stirbt Uther und Artus kann seinen Vater gerade noch rechtzeitig ein letztes mal sehen. Er bittet Gott und die Muttergöttin um Hilfe und Viviane sagt ihm in einer Vision, er solle Excalibur aus dem Stein ziehen und der Göttin folgen. Artus schwört es und besiegt die Angelsachsen, wonach er der neue Großkönig wird.

Zu seiner Krönung kommen alle Edelleute aus Großbritannien, und Lancelot und Gwenhwyfar sehen sich wieder. Auch Morgaine, Morgause und Igraine treffen sich, doch Igraine ist so verzweifelt über den Tod ihres Mannes, dass sie der alten Religion abschwört und als Nonne in ein Kloster geht. Auch Morgaine und Artus treffen sich und als er ihr von seiner Nacht mit der jungfräulichen Jägerin berichtet, wird ihr klar, dass er sie damit meint. Als Artus Gwenhwyfar heiratet, stellt sie fest, dass sie schwanger ist und nimmt Morgauses Hilfe an, die mit ihr die Abtreibung vornehmen will, um einen möglichen Thronrivalen ihrer Söhne auszulöschen. Doch Viviane verhindert das und Morgaine, der klar wird, dass alles ein Plan der Herrin vom See und des Merlin war, sagt sich von Avalon los. Sie will das Kind aber austragen und geht zu Morgause nach Lothian. Morgause belegt Gwenhwyfar mit einem Fluch, damit diese niemals ein Kind bekommen kann.

Bei einem Ausritt von Lancelot und Gwenhwyfar werden sie überfallen und retten sich in eine Hütte, wo sie sich ihre Liebe gestehen. Beide wollen Artus jedoch nicht betrügen.

Nachdem Morgaine ihr Kind geboren hat, will Morgause den Jungen töten, erfährt jedoch dass es Artus Sohn ist und beschließt, ihn selbst aufzuziehen. Morgaine bleibt noch mehrere Jahre in Lothian, doch Morgause entfremdet ihr das Kind immer mehr. Unruhig verlässt Morgaine Lothian und kehrt nach Camelot zurück, wo sie Lancelot ihre Liebe gesteht, doch er weist sie zurück. Sie lernt Accolon kennen, und sie verlieben sich und verbringen bei den jährlichen Fruchtbarkeitsriten die Nacht miteinander. Gleichzeitig betrinkt sich Artus und bittet Lancelot, mit Gwenhwyfar zu schlafen, da er glaubt, er wäre für ihre Kinderlosigkeit verantwortlich. Der Versuch schlägt jedoch fehl und Gwenhwyfar macht Artus schwere Vorwürfe, weil er sie zur Sünde verleitet hat. Sie verabscheut alle Nicht-Christen und richtet ihren Hass gegen Morgaine, obwohl diese ihr mit einem Fruchtbarkeitszauber helfen wollte.

Bei einem Fest, wo Morgaine mit Accolon tanzt, schlägt Gwenhwyfar vor, dass Morgaine den alten Uriens von Nordwales heiraten soll und als Artus ihr die Ehe anbietet, hört Morgaine nur, ein walisischer Anhänger der Göttin hätte um sie angehalten. Sie stimmt zu, da sie glaubt, dass es sich um Accolon handelt und kann Uriens später nicht mehr zurückweisen. In Wales verbringt sie mehrere friedliche Jahre.

Merlin stirbt in Avalon nach einem letzten Gespräch mit Viviane. Diese merkt in ihrer Trauer nicht, dass Avalon immer weiter in den Nebeln versinkt. Vergeblich will sie Morgaine kontaktieren. Deren Mann Uriens stirbt schließlich und Accolon hofft, dass sie ihn heiratet, doch Morgaine sehnt sich nach Avalon zurück. Sie kann die Nebel jedoch nicht teilen, und kommt nach Glastonbury, wo Igraine sie aufnimmt.

In einer Vision erfährt Mordred von Viviane die Wahrheit seiner Herkunft und geht als Ritter der Tafelrunde nach Camelot. Artus hält ihn für seinen Neffen und nimmt ihn freudig auf. Mordred bietet sich als Erbe an, falls Artus in der Schlacht fällt. Gwenhwyfar ist jedoch empört, als sie erfährt, dass Morgaine und Artus ein Kind haben. Sie wirft sich Lancelot an den Hals, doch Mordred lässt die Affaire auffliegen und beide fliehen. Auf der Flucht bittet Lancelot Gwenhwyfar, bei ihm zu bleiben, doch sie will in ein Kloster gehen, wo sie sich mit Morgaine versöhnt und sie bittet, Artus beizustehen.

In Camelot trifft Morgaine auf Viviane und sie versöhnen sich. Doch Morgaine muss auch feststellen, dass Mordred zwar das Leben nach den alten Gesetzen von Avalon predigt, doch mit seinen blutigen Taten dagegen verstößt. Morgause greift Viviane an und wird von ihr getötet, doch Mordred ersticht Viviane.

Morgaine bittet Artus, noch einmal gegen die Angelsachsen zu ziehen und gibt ihm Excalibur zurück. Lancelot kehrt an seine Seite zurück. Während Morgaine ihre Tanten dem Brauch nach verbrennt, hat sie eine Vision von Artus und Mordred, die sich gegenüberstehen. Sie reitet zum Schlachtfeld, findet dort aber nur ihren sterbenden Sohn, der sich den Angelsachsen angeschlossen hat, und ihren schwer verletzten Bruder. Lancelot ist tot. Morgaine bringt Artus nach Avalon, als er sie darum bittet.

Der Film kehrt zur Anfangsszene zurück. Morgaine und Artus sind im Bott auf dem See und Morgaine versucht vergeblich, die Nebel zu teilen. Sie gibt Excalibur an den See zurück und beide können noch ein letztes mal die Insel sehen, ehe sie für immer ausgesperrt werden. Morgaine geht nach Glastonbury zurück, wo sie erkennt, dass der alte Glaube nicht verschwunden ist, sondern in Maria, der Mutter Gottes, weiter lebt.

Besetzung Bearbeiten